Sonnenaufgang

„We both had done the math, and Kelly added it all up. She knews she had to let me go. I added it up, knew that I‘d lost her. Cos I was never gonna get off that island. I was gonna die there, totally alone. I mean, I was gonna get sick or I was gonna get injured or something.
The only choice I had, the only thing I could control was when and how and where that was gonna happen. So, I made a rope. And I went up to the summit to hang myself. But I had to test it, you know? Of course. You know me. And the weight of the log snapped the limb of the tree. So I couldn’t even kill myself the way I wanted to. I had power over nothing.
And that’s when this came over me like a warm blanket. I knew, somehow that I had to stay alive. Somehow. I had to keep breathing, even though there was no reason to hope. And all my logic said that I would never see this place again. So that’s what I did. I stayed alive. I kept breathing. Then one day that logic was proven all wrong, because the tide came in, gave me a sail. And now, here I am. I‘m back… in Memphis, talking to you. I have ice in my glass. And I‘ve lost her all over again. I‘m so sad that I don’t have Kelly. But I‘m so gratful that she was with me on that island. And I know what I have to do now. I gotta keep breathing. Because tomorrow, the sun will rise. Who knows what the tide could bring?“

„Wir mussten uns beide entscheiden. Kelly hat gewusst, dass sie mich loslassen muss – und ich hab gewusst, dass ich sie verloren hatte, weil ich nie von der Insel hätte fliehen können. Ich wäre dort gestorben – allein. Ich hätte mich verletzt oder wäre krank geworden, keine Ahnung.
Die einzige Wahl, die ich hatte, dass Einzige, was ich kontrollieren konnte, war wann und wie und wo es passieren wird. Also, habe ich mir ein Seil geknüpft. Und dann bin ich auf den Gipfel gestiegen, um mich zu erhängen. Aber erstmal musste ich die Sache testen – natürlich, kennst mich ja. Das Gewicht von dem Stein war für den Baum zu schwer – ich konnte mich also nicht mal so umbringen, wie ich wollte. Ich war machtlos auf – auf der ganzen Linie.
Und dann war es, als würde sich auf einmal eine warme Decke um mich legen. Ich wusste, ich muss irgendwie am Leben bleiben. Ich musste irgendwie weiteratmen, selbst wenn es keinen Grund zur Hoffnung gab – und mein Verstand sagte, dass ich all das hier nie wiedersehe. Und so habe ich es dann gemacht: Ich lebte weiter, ich atmete weiter – solange bis mich mein Verstand Lügen strafte, an dem einen Tag, als die Flut kam und mir ein Segel schenkte! Na ja, und jetzt bin ich hier. Ich bin zurück – in Memphis und rede mit dir. Ich habe Eis in meinem Glas. Und jetzt habe ich sie schon wieder verloren. Ich bin so traurig, dass ich Kelly nicht mehr habe – aber ich bin auch so dankbar, dass sie mit mir auf der Insel war. Und ich weiß, was ich jetzt zu tun habe: Ich werde weiteratmen. Weil morgen die Sonne wieder aufgeht. Und wer weiß, was die Flut bringt…“

(Tom Hanks in Cast Away – Verschollen)


Soundtrack von Alan Silvestri

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